Archiv | November 2012

Was passiert mit der Altkleider-Sammlung?

Die Wahrheit ist, dass die meisten Organisationen diese verkaufen und nicht den Armen zur Verfügung stellen. Die Gründe sind vielfältig und viele haben auch schon davon gehört, weshalb ich zwei Berichte aus dem deutschen Fernsehen herausgesucht habe und hier dem interessierten Zuseher zur Verfügung stellen.

Das erste Video ist noch sehr verharmlost, da hier eine Organisation zur Sprache kommt die zwar die Altkleider verkauft, aber dies auch offen zu gibt. An den Sammel-Containern findet man aber selten bis nie einen Hinweis darauf:

Im zweiten Video wird hier weniger ein Blatt vor den Mund genommen, es wird aber auch mehr zu den Hintergründen genannt und warum die Organisationen das tun. Ich finde das ist der beste öffentliche Bericht zu dem Thema:

Warum machen die Organisationen das?

Nun, in den Filmen wurde einiges gesagt und angedeutet, hier nochmal eine Zusammenfassung nach meiner Auffassung:

  1. Betriebswirtschaftlich und ökonomisch perfektes Recycling Konzept
  2. Die Gelder die die Organisationen erhalten fließen in deren Projekte
  3. Es werden damit unsere Müllberge verringert und die Kleidung sinnvoll wieder-verwertet
  4. Die Sammlungen müssen ja so oder so sortiert werden und das kostet eben Geld
  5. Die Transportkosten könnten für diese Masse an Bekleidung nur schwer finanziert werden

Das alles stimmt ja auch irgendwie, aber warum machen die dann alle so ein Geheimnis darum und treten nicht vor die Kamera und reden Klartext? Weil eben gesagt wird, es kommt den Armen zugute und das stimmt eben in den meisten Fällen nicht, teilweise sogar eher das Gegenteil, da die „Spenden“ auf den Märkten verkauft werden und damit der lokalen Bekleidungs-Industrie schaden. Das ist aber Fakt, auch wenn das viele bestreiten. In den Slums gibt es mehr als genug Beispiele ehemaliger Mitarbeiter dieser Industrie!

Warum sagen wir das öffentlich?

Wir sind der Meinung, dass man dies wissen sollte, bevor man diese dort hinein wirft. Es gibt eben auch Organisationen, welche ganz klar sagen, was mit solchen Spenden passiert. Was wir nicht wollen, sind diese Organisationen an den Pranger stellen, da diese nur Ihren Namen hergeben und die wirklichen Betreiber den wohltätigen Zweck darin sehen, dass man den Organisationen nur einen kleinen Teil am Kuchen abgibt.

Die Organisationen haben natürlich Ihren Zweck und wir möchten diese nicht in den Schmutz ziehen!!!

Was wir jedoch möchten ist, dass aufgeklärt wird und nicht die Spender getäuscht werden.

Was machen wir anders?

Wir sammeln nur soviel, wie wir auch runterschicken können, da die Versandkosten beträchtlich sind und wir zur Zeit auch „nur“ 50-100 Kinder damit versorgen. Wenn wir eine bessere Möglichkeit finden, werden wir das auch gerne ausweiten! Gerade zu Weihnachten finden wir es aber wichtig, dass wir den Kinder eine Freude machen können. Diese Kosten müssen wir aber auch über Spenden finanzieren und so brauchen wir jede Hilfe die wir bekommen können!

Aus diesem Grunde bitten wir um finanzielle Unterstützung für die Aktion, die direkt in den Slum geschickt wird.

Ready for your Donation

Donate - SpendeDer Verein ist nun seit dem 8. November 2012 offiziell gegründet, als mildtätig anerkannt und im zentralen Vereinsregister eingetragen. Seit heute ist unser offizielles Spendenkonto angemeldet und am Samstag treten wir zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Wir machen also die ersten Schritte und brauchen DEINE Hilfe um den Kindern richtig helfen zu können.

Nachruf: Lilian Achieng verstarb an den Folgen ihrer AIDS Erkrankung

Lilian, an AIDS gestorben am 11.November 2012Gestern ist Lilian Achieng an den Folgen ihrer AIDS Erkrankung verstorben. Leider gibt es kein aktuelleres Foto. Sie wurde nur 8 Jahre alt und hat auch ihre Eltern an diese Krankheit verloren.

AIDS ist in Korogocho einer der häufigsten Gründe, warum Kinder auf der Straße landen und einige von ihnen werden bereits mit der Krankheit geboren. In Tumaini – Hope for the children finden sie ein neues Zuhause und man kümmert sich um sie so gut es eben geht. Kinder die auf der Straße landen werden entführt, vergewaltigt, zur Prostitution gezwungen oder werden zu Drogenabhängigen. Natürlich sind es hier nicht die teuren Drogen, sondern Klebstoff und ähnliches. Schaffen sie es dann doch sich aus allem herauszuhalten, dann suchen sie in den Müllbergen der Korogocho Mülldeponie nach verwertbarem, welcher voller Giftstoffe ist. So sind Verätzungen und Vergiftungen eine ständige Begleiterscheinung.

Geld für medizinische Behandlung ist kaum vorhanden, da es an vielen anderen Stellen gebraucht wird und auch dort oft nicht ausreicht. Regelmäßige und gesunde Ernährung ist mit den bestehenden Mitteln kaum möglich und wir versuchen die Situation zu verbessern, doch es fehlt an Unterstützern. Hilf den Kindern und schenke ihnen eine Zukunft oder ein paar schöne letzte Jahre.